firewalling |
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Firewalls sind für jedes Unternehmen, welches eine Verbindung ins Internet hat, eine unvermeidbare Investition. Selbst der private PC zu Hause sollte eigentlich nicht mehr ohne den kleinen Bruder, eine der so genannten Personal Firewalls, mit dem Internet verbunden werden. Was eine Firewall bewirkt und welche Unterschiede es bei den Lösungen in diesem Markt gibt, erklären wir hier; angesichts der Preisspannen von einigen Hundert bis zu einigen Millionen DM, die solche Systeme kosten, sicherlich ein erklärungswürdiges Thema.
firewalling Grundlagen |
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Sobald zwischen dem lokalen Netz und dem Internet eine Verbindung besteht, können Angreifer versuchen, Daten zu stehlen oder das Netz lahm zu legen. Verschiedene Firewall-Konzepte sorgen für Sicherheit.
Die Sicherheit steht an erster Stelle, wenn das private Netzwerk eines Unternehmens (LAN) mit dem Internet verbunden ist. Eine zunehmende Anzahl von Mitarbeitern braucht Zugang zu Internet-Diensten wie dem WWW, E-Mail, FTP und Remote-Verbindungen (Telnet,SSH). Unternehmen wollen zudem für ihre Webseiten und FTP-Server den öffentlichen Zugang über das Internet ermöglichen. Dabei muss die Sicherheit der privaten Netze gegenüber unautorisierten Zugriffen von außen gewährleistet sein. Der Administrator muss das lokale Netzwerk gegen das große Chaos "Internet" abschirmen, damit Daten nicht in unbefugte Hände geraten oder gar verändert werden. Für Firmen, die vom Internetzugang abhängig sind, stellen auch die so genannten DoS-Attacken eine große Gefahr dar.
Mit Firewalls lassen sich Netzwerke gegen unbefugte Zugriffe von außen absichern. Die verfügbaren Lösungen reichen von der Zusatzsoftware bis hin zu speziellen Geräten, die ausschließlich auf diese Aufgabe ausgelegt sind. In ihrer grundlegenden Funktionsweise unterscheiden sich die Systeme allerdings nur wenig.
firewalling Definition |
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Eine Firewall besteht aus einer Gruppe von Netzwerkkomponenten (Hard- und Software) an der Schnittstelle zweier Netze. Sie gewährleistet die Einhaltung von Sicherheitsrichtlinien zwischen einem privaten und einem öffentlichen (nicht sicheren) Netz, wie zum Beispiel dem Internet. An dieser "Brandschutzmauer" entscheidet sich, auf welche Dienste innerhalb des privaten Netzes zugegriffen werden kann und welche Dienste des nicht sicheren Netzes aus dem privaten Netz heraus nutzbar sind. Damit eine Firewall effektiv arbeiten kann muss entsprechend der gesamte Datenverkehr zwischen dem privaten Netz und dem Internet über diese Station laufen. Die Firewall untersucht alle Pakete und lässt nur die unverdächtigen passieren.
Dabei muss die Firewall ihrerseits immun gegen Eindringlinge sein. Was würde eine Firewall nutzen, wenn Hacker sie nach Belieben anpassen könnten? Daraus lässt sich eine "Schwäche" von Firewalls ableiten: Diese Systeme bieten leider keinen Schutz, sobald es einem Angreifer gelungen ist, sie zu überwinden. Daher ist auf die eigene Sicherheit der Firewall ebenso viel Augenmerk zu legen wie auf die Sicherheit des privaten Netzes selbst, die durch die Firewall gewährleistet werden soll.
Eine Firewall ist nicht wie ein Router, ein Bastion-Host oder ein anderes Gerät Teil des Netzes. Sie ist lediglich eine logische Komponente, die ein privates Netz vor einem öffentlichen Netz schützt. Ohne eine Firewall wäre jeder Host im privaten Netz den Attacken von außen schutzlos ausgeliefert. Das bedeutet: Die Sicherheit in einem privaten Netz wäre von der Unverwundbarkeit der einzelnen Rechner abhängig und somit nur so gut wie das schwächste Glied im Netz.
zentrale firewall |
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Der Vorteil einer zentralen Firewall ist, dass sie das Sicherheitsmanagement vereinfacht. Damit gilt die von ihr hergestellte Sicherheit für das gesamte Netz und muss nicht für jeden Rechner einzeln definiert werden. Die Überwachung geschieht ebenfalls zentral über die Firewall. So kann sie gegebenenfalls auch einen Alarm auslösen, da Angriffe von außen nur über diese definierte Schnittstelle zwischen den Netzen erfolgen können. Das Erkennen eines Angriffs ist der erste Schritt zur Abwehr des Angreifers.
Als in den letzten Jahren die Internet-Adressen knapp wurden, trat auch in Unternehmen eine Verknappung von IP-Adressen ein. Eine Internet-Firewall ist in diesem Zusammenhang die geeignete Stelle zur Installation eines Network Address Translators (NAT), der die Adressenknappheit lindern kann. Und schließlich eignen sich Firewalls auch, um den gesamten Datenverkehr von und zum Internet zu überwachen. Hier kann ein Netzwerk-Administrator auch Schwachstellen und Flaschenhälse erkennen.
Eine Firewall kann keine Angriffe abwehren, wenn die Pakete nicht durch sie hindurch geleitet werden. Wenn zum Beispiel eine Einwählverbindung via Modem oder ISDN aus dem geschützten Netzwerk besteht, können interne Benutzer eine direkte PPP-Verbindung zum Internet aufbauen. Benutzer, welche die zusätzliche Authentifizierung am Proxy-Server scheuen, werden schnell diesen Weg nehmen. Durch die Umgehung der Firewall erzeugen sie jedoch ein großes Risiko für eine Backdoor-Attacke.
Firewalls nützen nichts bei Angriffen aus den eigenen Reihen. Sie hindern niemanden daran, sensitive Daten auf eine Diskette zu kopieren und sie außer Haus zu schaffen. Erst recht nicht, wenn diese Person weit reichende Rechte hat oder durch Diebstahl an Passwörter gelangt ist. Firewalls schützen auch nicht vor Computerviren oder Trojanern, da sie nicht jedes Datenpaket nach potenziellen Viren durchsuchen können. Auch sogenannte Data-driven Attacks können Firewalls nicht verhindern. Dabei handelt es sich um scheinbar harmlose Daten mit verstecktem Code zur Änderung von Sicherheitseinstellungen.
Zudem muss die Firewall leistungsfähig genug sein, um den Datenstrom analysieren zu können. Je schneller die Internetanbindung, desto mehr Pakete fließen pro Sekunde in und aus dem Netzwerk. Soll die Firewall zudem noch die Datenströme - also nicht nur die einzelnen Pakete, sondern auch den logischen Datenfluss - überwachen, ist ein umso leistungsfähigeres System erforderlich
komponenten firewall |
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Ein Firewall-System kann aus ein bis drei Komponenten bestehen:
paketfilter |
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Ein Paketfilterungs-Router entscheidet bei jedem Datenpaket anhand festgelegter Filterregeln, ob er es weiterleitet oder nicht. Überprüft werden Header-Informationen wie:
Anhand der Filterregeln kann ein Router auch eine reine Service-Filterung durchführen. Auch hier muss der Systemadministrator die Filterregeln vorher definieren. Service-Prozesse benutzen bestimmte Ports (Well Known Ports), wie zum Beispiel FTP den Port 21 oder SMTP den Port 25. Um beispielsweise den SMTP-Service abzublocken, sondert der Router alle Pakete aus, die im Header den Ziel-Port 25 eingetragen haben oder die nicht die Ziel-IP-Adresse eines zugelassenen Hosts besitzen.
Einige typische Filterrestriktionen sind: Nach außen gehende Telnet-Verbindungen sind nicht erlaubt. Telnet-Verbindungen sind nur zu einem bestimmten internen Host erlaubt. Nach außen gehende FTP-Verbindungen sind nicht erlaubt. Pakete von bestimmten externen Netzwerken sind nicht erlaubt.
Die Mehrzahl der Firewall-Systeme setzen nur einen Paketfilterungs-Router ein. Außer der Zeit, die für die Planung der Konfiguration des Routers erforderlich ist, entstehen keine weiteren Kosten, denn die Filtersoftware ist Bestandteil der Router-Software. Um den Datenverkehr zwischen privatem und öffentlichem Netz nicht zu stark einzuschränken, sind von Haus aus nur sehr moderate und wenige Filter definiert. Die Paketfilterung ist im Allgemeinen durchlässig für Benutzer und Applikationen. Sie erfordert zudem kein spezielles Training und keine zusätzliche, auf den einzelnen Rechnern installierte Software.
Doch die Paketfilterung hat auch Nachteile. So ist neben detaillierten Protokollkenntnissen für eine komplexe Filterung auch eine lange Regelliste notwendig. Derartige Listen sind sehr aufwändig und daher schwer zu verwalten. Es ist zudem schwierig, die Filter auf Wirksamkeit zu testen. Auch sinkt der Router-Durchsatz, wenn zu viele Filter definiert sind. Daneben können Hacker die Firewall durch Tunneln der Pakete überwinden, wobei ein Paket vorübergehend in einem anderen gekapselt wird. Und schließlich: Data-driven-Attacken kann der Router nicht erkennen.